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Der Cocker Spaniel

 

Der englische Cocker Spaniel ist vor allem ein leidenschaftlicher Jäger. Unermüdlich schlüpft er, was ihm seine Kleinheit erlaubt, überall durch, erforscht ein Gelände methodisch und stöbert Wild an Stellen auf, wo andere Hunde nichts gefunden hatten. Er ist unvergleichlich bei der Schnepfen- und Fasanjagd, lässt auch Rebhühner auffliegen und scheut sich nicht vor sumpfigen Gelände, wenn es darum geht, Enten aufzustöbern. Außerdem ist er seiner Veranlagung nach ein ausgezeichneter Apportierer.

Aber heute haben ihn seine Schönheit und Eleganz, sein von lange hängenden Ohren eingerahmter hübscher Kopf, sein weiches Fell zu einem sehr gesuchten Begleithund gemacht, der sich durch ein sanftes und heiteres Gemüt auszeichnet und der stets zu Späßen aufgelegt ist.

Sehr auf Sauberkeit bedacht, widmet er, fast nach Katzenart viel Zeit der Säuberung seines Fells. Er ist stets auf alles ringsum neugierig, folgsam, ohne sklavisch unterwürfig zu sein, und nimmt am Leben seines Herrn, dem er eine leidenschaftliche Liebe entgegenbringt, lebhaften Anteil. "Er ist mein größter Bewunderer und liebt mich, ohne je eine Zeile von mir gelesen zu haben", sagte Rudyard Kipling nicht ohne Humor von seinem Cocker.

Da der Spaniel sehr selbstbewusst und mit einem starken Willen ausgestattet ist, braucht man zu seiner Erziehung ein gewisse Konsequenz, obwohl er schwierig sein mag, seinem treuherzigen Blick zu widerstehen, den er jederzeit wirkungsvoll einsetzt, wenn er sich seinem Herrn gegenüber durchsetzen möchte.

Zur Geschichte:

Wie alle Spaniels hat der Cocker möglicherweise ferne Ahnen in Spanien. Jedoch erscheint er im 14. Jahrhundert erstmals in dem Buch über die Jagd von Gaston Phébus, Graf von Foix, in dem ein ganzes Kapitel den Hühnerhunden gewidmet ist, die er auch Espainholz nennt und die aller Warscheinlichkeit nach zu den Ahnen der zeitgenössischen Cocker gehören.

Jahrhundertelang wurden diese Hunde in Frankreich und vor allem in Großbritannien für die Treibjagd verwendet. Im 18. Jahrhundert gab es in England bereits zwei Varianten: den Springer Spaniel von beträchtlicher Größe, der besonders für die Jagd auf Wasservögel geschätzt war, und den etwas kleinere, auf Schnepfenjagd spezialisierten Cocker Spaniel. Die Herzöge von Malborough kümmerten sich um die Zucht und schufen durch Einkreuzung englischer Toy Spaniels die Rasse, die im 19. Jahrhundert endgültig fixiert wurde.

 

Größe: Rüde 38-41 cm, Hündin 37-40 cm

Gewicht: 11-13 kg